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1748 wurde hier im Revier mit dem
Schürfen begonnen. Bereits 30 m vom damaligen Mundloch entfernt, fand man
Rotgültigerz, silberhaltige Kiese und Kobalt. Weitere ergiebige Funde
blieben jedoch aus, so dass 1756 die Arbeiten vorläufig eingestellt wurden.
Auch weitere Erschließungen in den Jahren 1766 bis 1771 blieben ohne
nennenswerten Erfolg.

In der Zeit von 1780 bis 1843 gab es die
meisten Aktivitäten. So wurde auf dem "Andreas-Hoffnunger-Morgengang" ein
Kunstschacht abgeteuft, und in 10 Metern Tiefe stieß man auf Silbererz und
Kobalt.
Auf dem "Schwarzen Flachen" wurde der
Stolln bis auf 740 m aufgefahren. 1792 wurde zur Erstaufbereitung ein
Pochwerk errichtet und zum Heben des Wassers aus den tiefer liegenden
Grubenbauen ein Kunstgezeug mit einem Wasserrad von ca. 5,70 m Durchmesser
angelegt. Das Aufschlagwasser wurde durch einen künstlich errichteten Graben
mit zusätzlichem Flutersystem aus der Pressnitz entnommen.
1838 wurden die Arbeiten wiederum
eingestellt, da kein abbauwürdiges Erz mehr gefunden wurde. Im Zeitraum von
1749 bis 1841 lässt sich eine Erzausbeute von ca. 140 kg Silber und ca. 1445
Zentner Kobalt nachweisen.
In
der Zeit zwischen 1863 und 1873 wurden umfangreiche Aufwältigungen
durchgeführt. Es entstand das heutige Mundloch mit Schlussstein.
Neuauffahrungen gab es kaum.
.....zur Gegenwart
Erwähnenswert ist noch die "Friedliebenden
Nachbarschaft". Ein Stolln, der ganz in Schlegel-Eisenarbeit aufgenommen
wurde. In einem dazugehörigen Gesenk, gefüllt mit kristallklarem Wasser,
sind bergmännische Gerätschaften aus dem 18. Jahrhundert zu bewundern. Auf
dem 20 Meter höher gelegenen "Oberen Stolln" mit reizvollen Sinterbildungen
in Form von Terrassen und Stalagmiten aus Eisenoxydhydrat, blutrot und
rotbraun sowie
tiefschwarz als Manganhydroxid sind Befahrungen nur mit
spezieller Ausrüstung möglich.

1950 führte die SDAG Wismut Rekonstruktionsmaßnahmen
sowie radiometrische Untersuchungen durch, jedoch ohne Erfolg.
Seit 1984 bewältigten Bergbauenthusiasten aus Steinbach
und Jöhstadt dieses Grubenrevier auf, um es als ein Stück Bergbaugeschichte
der Nachwelt zu erhalten. Seit Oktober 1994 bis zur Gegenwart wird der
Verein Altbergbau durch ABM-Kräfte tatkräftig unterstützt. Dadurch war es
möglich am 27. Juli 1997 den Besucherrundgang zu eröffnen.
Anfallende
Sanierungsarbeiten sowie neue Erschließungen waren neben dem großen
Engagement der Vereinsmitglieder wiederum erst durch den Einsatz von
ABM-Kräften möglich.
Am 24. Juli 1997 erhielt das Grubenareal vom Bergamt
Chemnitz den Status eines Besucherbergwerkes. Auch für die Zukunft sind
immer bergbauinteressierte Mitstreiter im Verein herzlich willkommen.
Zum Grubenkomplex führt ein Bergbaulehrpfad, welcher aus
Richtung Grumbach kommend, auf 15 Tafeln die Montangeschichte der Region
veranschaulicht.
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